Wie du die Lesbarkeit deiner Webseite verbessern kannst

Wusstest du, dass du durchschnittlich nur 15 Sekunden Zeit hast, um einen Leser von deiner Website zu überzeugen?

Genauer gesagt: 15 Sekunden entscheiden darüber, ob ein Kunde sich näher mit deiner Seite beschäftigt oder ob der Zurück-Button geklickt und der Konkurrenz eine Chance gegeben wird.

Bleibt die Frage: Wie gelingt es dir, das Interesse des Kunden zu wecken und diesen zum Bleiben zu animieren?

Die Lösungen hierfür sind vielfältig.

Neben einem ansprechenden Design ist es jedoch vor allem die Lesbarkeit deiner Seite, die der Schlüssel zum Erfolg sein kann.

Hier erfährst du einige Tipps, wie du diese optimieren kannst.  

Exkurs: Das klassische Verhalten eines Internet-Users

Texte im Internet werde nicht konsumiert wie Bücher oder Zeitschriften.

Das Ziel eines Internet-Users ist es, möglichst viele Informationen in einer möglichst kurzen Zeit zu finden.

Um zu entscheiden, ob eine Website überhaupt relevant ist wird diese zunächst gescannt bzw. überflogen. Die ersten Sekunden werden also von stetigem Scrollen und Hin- und Herspringen geprägt sein.

Erst nach eingehender Prüfung wird sich der User genauer mit deiner Website beschäftigten. Vorausgesetzt natürlich, der Inhalt entspricht seinen Vorstellungen.

Und selbst dann werden nur 20% des auf einer Website zu findenden Textes gelesen.

Der User liest, scannt, liest, scannt – dieser Prozess dauert an, bis er sein Informationsbedürfnis schlussendliche gestillt hat und daraufhin deine Website entweder verlässt oder aber mit deinem Unternehmen interagiert.

Dieses klassische Verhalten eines Internet-Users belegen zahlreiche Studien der vergangenen Jahre.

Deine Aufgabe ist es also, eine Website zu kreieren, die diesem Verhalten gerecht wird und immer wieder aufs Neue die Gunst des Lesers erwirbt.

Klassische Maßnahmen zur Verbesserung der Lesbarkeit

Eine cleane und übersichtliche Textstruktur ist das A und O einer erfolgreichen Website, die Tag für Tag neue Kunden anzieht.  

Hier sind einige Tipps, worauf du unbedingt achten solltest, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

#1: Schriftgröße und Zeilenabstand

Einer der größten Fehler einer Website ist es, eine zu kleine Schriftgröße zu wählen. Dadurch wird der Text schnell unlesbar und der User wird deine Website genervt verlassen.

Generell sollte deine Schriftgröße niemals unter 14px fallen. Im Idealfall wählst du einen Wert zwischen 14px bis 17px.

Auch der Zeilenabstand spielt eine wichtige Rolle. Als Faustregel zur Bestimmung des richtigen Zeilenabstands gilt: Schriftgröße + 6.

Wer also die Schriftgröße 15px verwendet sollte einen Zeilenabstand von 21px verwenden.

Definiert werden können beide Wert im Übrigen relativ simpel mithilfe von CSS:  

p{
    font-family:Verdana, Geneva,sans-serif;
    font-size: 15px;
    line-height: 21px;
}

#2: Textformatierung

Blocksatz ist out!

Texte einer Website sollten mit linksbündigem Flattersatz formatiert werden.

Das hat unterschiedliche Gründe:

  1. Bei einem Blocksatz verliert der Leser beim Scrollen zu schnell die richtige Zeile, was das Lesen erheblich erschwert.
  2. Ein Blocksatz lässt sich nur schwer scannen, was kontraproduktiv für das eingangs beschriebene, klassische Verhalten eines Internet-Users wäre.
  3. Ein Blocksatz ist nicht responsive. Heißt: Deine Texte sehen auf einem Tablet oder Smartphone unter Umständen unmöglich aus.

Also: Finger weg von Blocksatz!

Deine Texte sollten einen lockeren und leicht zu lesenden Eindruck erwecken.

Flattertext und kurze, knappe Absätze sind hierfür Grundvoraussetzung. Als Faustregel gilt: Nach 3-5 Absätzen solltest du einen neuen Absatz beginnen.

Auch die Verwendung von Fettdruck und kursiv sollten nicht zu kurz kommen und können die Lesbarkeit eines Textes sehr positiv beeinflussen.  

#3: Zwischenüberschriften

Blogtexte erreichen schnell Wortlängen von 1.000 und mehr.

Zwischenüberschriften sind ein probates Mittel, um solche langen Texte aufzulockern und dem Leser immer wieder einen Hinweis drauf zu geben, was ihn als nächstes erwartet.

Insbesondere diese Überschriften sind es, die deine Leser beim Scannen innerhalb der ersten 15 Sekunden besonderes beachten werden. Verwende hier also aussagekräftige Formulierungen und themenrelevante Keywords.

Und nicht nur die Lesbarkeit deiner Texte beeinflussen Zwischenüberschriften positiv.

Durch die Verwendung von themenrelevanten Keywords in h1, h2, etc. steigt dein Text auch im Ansehen der Suchmaschinen, was zu besseren Rankings und mehr Besuchern führen kann.

#4: Schriftfarbe

Was eigentlich klar sein sollte wird leider immer wieder falsch umgesetzt: Sorge unbedingt für einen klaren Kontrast zwischen Hintergrund und Schriftfarbe.

Die Lesbarkeit eines Textes wird extrem verschlechtert, wenn die Buchstaben quasi im Hintergrund verschwinden.

In 99 Prozent aller Fälle wird die Kombination Schwarz-Weiß die richtige Wahl sein.

Wenn du andere Hintergrundfarben verwendet, solltest du unbedingt auf einen klaren Kontrast zur Schriftart achten.

#5. Visuelle Eyecatcher

Bilder, Videos und Grafiken gehören in jeden guten Text.

Sie lockern nicht nur das Gesamtbild auf, sondern visualisieren Inhalte, wodurch diese durch deine Leser schneller aufgenommen werden können.

Gerade Zahlen, Daten und Statistiken lassen sich hervorragend in Schaubildern darstellen.

Klassische Anleitungen sollten mit Bildern aus der Praxis untermalt sein.

Für wirklich jeden Text findet sich passendes Bildmaterial, auf das du nicht verzichten solltest.

Wie gut lässt sich mein Text lesen? – Die Lesbarkeitsanalyse

Die Beurteilung der Lesbarkeit eines Textes ist keineswegs ein individuelles Qualitätsmerkmal, sondern lässt sich mithilfe einer Formel einfach und schnell berechnen.

Mithilfe des Flesch-Index erfährst du sofort, ob dein Text schwer oder leicht zu lesen ist.

Hier gilt: Je höher der Wert, desto besser.  

Dabei hat ein leicht zu lesender Text nicht nur Einfluss auf deine Leserschaft, sondern auch auf das Suchmaschinenranking. Untersuchungen haben gezeigt, dass leicht zu lesende Texte im Bereich zwischen 30 bis 70 bessere Rankings erzielen, als schwer zu lesende Texte.

Doch wie wird dieser Wert berechnet?

Wichtige Größen sind die Silben pro Wort (ASL) und die Satzlänge (ASW).

Hieraus ergibt sich folgende Formel:

FIesch-Index  = 180 – ASL – (58,5 x ASW)

Keine Panik…

Was auf den ersten Blick komplex erscheint, wird in der Praxis durch Tools und Plugins umgesetzt.

Für WordPress Nutzer ist beispielsweise das YOAST SEO Plugin zu empfehlen, dass eine Flesch-Analyse automatisch vornimmt und außerdem auch andere Parameter deines Textes untersucht – zum Beispiel die korrekte Verwendung von Überschriften.

Hier ein Screenshot des Plugins im Rahmen der Untersuchung dieses Textes…

Wie du die Lesbarkeit deiner Webseite verbessern kannst 1

Vernachlässige niemals die Lesbarkeit deiner Website

Dieser Blogbeitrag hat gezeigt, wie wichtig es ist, höchste Ansprüche an die Lesbarkeit einer Website zu stellen.

Auch wenn es anfangs nicht glaubhaft erscheinen mag: Die Lesbarkeit hat entscheidenden Einfluss auf den Erfolg deines Unternehmens und kann Umsatz- und Kundenzahlen steigen aber auch sinken lassen. Wie du die Lesbarkeit deiner Texte optimierst, hast du erfahren. Setze diese Tipps also unbedingt um!

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