Outbound Marketing vs Inbound Marketing

Inbound vs. Outbound – Was Du über die zwei Marketingstrategien wissen musst

Die Wahl der passenden Marketingstrategie ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die Du als Unternehmer treffen musst.

In diesem Rahmen sind Dir die Wörter Inbound- und Outbound-Marketing sicherlich bereits begegnet. Doch wie unterscheiden sich die zwei Strategien?

Der folgende Beitrag verrät Dir, was hinter den Begriffen steckt und wie Du die richtige Marketingstrategie für Dein Unternehmen findest.

Outbound Marketing vs Inbound Marketing

Outbound-Marketing

Der Begriff Outbound-Marketing beschreibt eine strategische Ausrichtung, bei der das Unternehmen initiativ auf die Kunden zugeht.

Für diesen Zweck werden unterschiedliche Mittel – wie Prospekte, E-Mails und Plakate – eingesetzt. Outbound-Marketing charakterisiert sich durch die Ansprache einer breiten Masse.

Die Werbebotschaften enthalten allgemein gefasste und unpersönliche Inhalte. Ziel dieser Marketingstrategie ist es, die potenziellen Kunden zu einer bestimmten Handlung – beispielsweise den Kauf des angeworbenen Produkts – zu bewegen.

Aus diesem Grund wird diese Methode auch als Push-Marketing bezeichnet.

Die Entwicklungsgeschichte des Outbound-Marketings

Als Geburtsstunde dieser Strategie gelten die 50er Jahre. Es war die Zeit des technischen Fortschritts, der mit zunehmendem Wettbewerb auf den Märkten einherging.

Um sich die Aufmerksamkeit der Kunden zu sichern, mussten die Anbieter aktiv für ihr Unternehmen werben.
Sie nutzten Postwurfsendungen, Zeitungsanzeigen und Plakate für die Ansprache eines großen Kundenkreises.

In Anlehnung an diese Entstehungsgeschichte wird der Begriff des traditionellen Marketings synonym für Outbound-Marketing verwendet.

Die Bedeutung des Outbound-Marketings

Mit dem Beginn der Digitalisierung hat die Relevanz des traditionellen Marketings kontinuierlich abgenommen.

Das Zeitalter des Internets und der Globalisierung hat das Machtverhältnis zwischen den Kunden und den Anbietern zugunsten der Käufer verschoben.

Motive wie Individualismus und Bedürfnisbefriedigung nahmen an Bedeutung zu. Heutzutage sind nur die Unternehmen langfristig erfolgreich, die ihren Kunden bereits im Rahmen der ersten Ansprache ein personalisiertes Nutzererlebnis bieten.

Ein Anspruch, den das Outbound-Marketing aufgrund seiner unpersönlichen Ausrichtung nicht erfüllen kann.

Problemstellungen des Outbound-Marketings

Die moderne Konsumkultur hat die Art und Weise, wie Kunden ihre Kaufentscheidungen treffen, nachhaltig verändert.

Nur, wenn das beworbene Produkt beziehungsweise die angepriesene Dienstleistung einen individuellen Nutzen für den Konsumenten darstellt, entscheidet er sich für den Kauf.

Dies setzt eine gründliche Zielgruppenanalyse voraus, die beim traditionellen Marketing nicht vorgesehen ist.

Darüber hinaus ist die Erfolgsrate dieser Marketingstrategie nur schwer messbar.

Nicht zuletzt spielt der rechtliche Rahmen eine Rolle, der die erlaubten Werbemaßnahmen im Umgang mit Privatkunden stark einschränkt.

Outbound-Marketing in der Praxis

In den vergangenen Jahren entwickelten sich unterschiedliche Lösungsansätze für die Probleme des traditionellen Marketings.

Um den Erfolg der Strategie messen zu können, versehen Unternehmen ihre Flyer und Prospekte heutzutage mit QR-Codes.

Der Kunde scannt den Code und landet direkt auf der Internetseite des Anbieters. Dadurch kann das Unternehmen die Reichweite der Aktion nachvollziehen.

Die rechtlichen Beschränkungen in Bezug auf Privatkunden bleiben dennoch bestehen.

Aus diesem Grund spielt das reine Outbound-Marketing heutzutage vorzugsweise im Business-to-Business-Marketing (B2B) eine Rolle.

Bei geschäftlichen Kunden ist eine vorherige Einwilligung zum Erhalt werblicher Anrufe oder Postsendung nicht erforderlich.

Pro und Kontra des Outbound-Marketings

Pro

  • Zeitersparnis durch einmalige Gestaltung der Werbemittel
  • Vorteilhafte Druckkosten durch große Abnahmemengen
  • Erreichen Internet-scheuer Kundengruppen

Contra

  • Fehlende Orientierung an der Zielgruppe
  • Return-on-Investment (ROI) kann nur schwer gemessen werden
  • Tendenziell geringe Erfolgsquote
  • Vorherige Einwilligung des Kunden nötig (Ausnahme: B2B-Geschäft)

Inbound-Marketing

Das Inbound-Marketing charakterisiert sich durch eine strategische Aufstellung in den relevanten Kanälen.

Diese umfassen alle digitalen Plattformen wie die sozialen Netzwerke, die Website des Unternehmens und den E-Mail-Verkehr.

Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen und diese in zahlende Kundschaft umzuwandeln.

Zu diesem Zweck erstellt das Unternehmen Inhalte – wie Social Media Posts und Blog-Beiträge – die auf die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten sind.

Die Kunden werden in ihren bevorzugten Kanälen abgeholt. Diese Strategie wird daher auch als Pull-Marketing bezeichnet.

Die Entwicklungsgeschichte des Inbound-Marketings

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts nahm die Relevanz der digitalen Vertriebskanäle kontinuierlich zu.

Unzählige Unternehmen aus aller Welt begannen, um die Aufmerksamkeit profitabler Kunden zu buhlen.

Diese Flut an Anbietern stärkte die Position der Käufer nachhaltig. Unternehmen mussten ihre Strategie an das neue Zeitalter und das veränderte Machtverhältnis anpassen, um erfolgreich zu bleiben.

Dies war die Geburtsstunde des Inbound-Marketings. Fortan setzten die Unternehmen auf kundenorientiertes Marketing, bei dem die Bedürfnisse der Zielgruppe im Mittelpunkt stehen.

Durch relevante Inhalte und eine persönliche Ansprache soll ein einzigartiger Mehrwert geschaffen und das Vertrauen der Kunden gewonnen werden.

Die Bedeutung des Inbound-Marketings

Inbound-Marketing hat sich längst als profitable Marketingstrategie bewährt. Der Grund für diese Entwicklung liegt in den zahlreichen Vorteilen dieses Ansatzes.

Die Aufstellung in den digitalen Kanälen ist kostengünstig und leicht umsetzbar.

Durch die Methode der Suchmaschinenoptimierung (SEO) können Unternehmen ihr Ranking in Google und Co. eigenständig verbessern, ohne auf das Schalten kostspieliger Anzeigen zurückgreifen zu müssen.

Die große Bedeutung des Inbound-Marketings spiegelt sich in den Bildungsangeboten der Universitäten und Fachhochschulen wider. Moderne Studiengänge – wie Social Media Management und Digital Transformation – sorgen für einen kontinuierlichen Fluss an spezialisierten Fachkräften.

Problemstellungen des Inbound-Marketings

Kritiker sehen die aufwändige Zielgruppenanalyse als Nachteil des Inbound-Marketings.

Um relevante Inhalte erstellen zu können, müssen Unternehmen zunächst die Werte, Interessen und Wünsche der potenziellen Kunden identifizieren. Ein zeit- und kostenintensives Unterfangen, das aufgrund des verschärften Gesetzes zur Weiterverarbeitung kundenbezogener Daten problematisch sein kann.

Des Weiteren steht die digitale Ausrichtung des Inbound-Marketings in der Kritik. Sie lässt die Kundengruppe außer Acht, die das Internet meidet und traditionelle Kanäle – wie Zeitungen und Postwurfsendungen – vorzieht.

Inbound-Marketing in der Praxis

Im beruflichen Alltag erfreut sich Inbound-Marketing großer Beliebtheit. Auswertungen zeigen, dass Unternehmen – unabhängig von ihrer Branche und der Zusammensetzung ihrer Zielgruppe – von den vielen Vorteilen dieser Strategie profitieren.

In vielen Marketingabteilungen finden sich heutzutage eigenständige Teams, die ausschließlich für die Erstellung und Veröffentlichung ansprechender Inhalte in den digitalen Kanälen verantwortlich sind.

Die sozialen Netzwerke haben diese Entwicklung frühzeitig erkannt und ihre Plattformen durch zusätzliche Features für Gewerbetreibende ergänzt. Nicht zuletzt basiert der Siegeszug des Inbound-Marketings auf der hervorragenden Messbarkeit.

Die Erfolgsrate der Maßnahmen lässt sich mithilfe spezieller Tools problemlos auswerten.

Pro und Kontra des Inbound-Marketings

Pro

  • Geringe Kosten durch die Nutzung digitaler Plattformen
  • Hohes Return-on-Investment
  • Mehrwert für den Kunden durch Berücksichtigung der Zielgruppe
  • Hohe Reichweite der Maßnahmen
  • Gute Messbarkeit des Erfolgs und des Kundenverhaltens

Contra

  • Zeit- und kostenintensive Zielgruppenanalyse erforderlich
  • Die richtige Marketingstrategie für Dein Unternehmen

Fazit

Du hast die Vor- und Nachteile sowie die Charakteristika des Inbound- und Outbound Marketings kennengelernt und fragst Dich nun, welche der zwei Strategien die richtige für Dein Unternehmen ist.

Traditionelles Marketing ist von unpersönlichen Botschaften geprägt, die rein werblicher Natur sind.

Ein veralteter Ansatz, der den individuellen Wünschen Deiner Kunden nicht gerecht wird.

Mit Inbound-Marketing gehst Du einen anderen Weg. Bei dieser Strategie analysierst Du die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe vorab, berücksichtigst die Erkenntnisse im Rahmen Deiner Marketingaktivitäten und holst Deine Kunden in ihren bevorzugten Kanälen ab.

Die Daten der Zielgruppenanalyse behalten ihre Gültigkeit in den meisten Fällen über mehrere Perioden. Ihre Kosten stellen für Dich somit eine einmalige Investition dar.

Inbound-Marketing ist geprägt von kostengünstigen Maßnahmen, die eine deutlich höhere Reichweite aufweisen als traditionelles Marketing.

Mache Dich mit den Themen SEO und Content-Erstellung vertraut, um erfolgreich zu Deiner Zielgruppe durchzudringen. Werte die Erfolgsquote mithilfe entsprechender Tools regelmäßig aus.

Dies erlaubt Dir die zeitnahe und flexible Anpassung Deiner Aktivitäten. Externe Dienstleister können Dich bei den ersten Schritten in Richtung Inbound-Marketing unterstützen.

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