Die 5 besten Tracking-Tools für die Webseiten-Analyse

Eine der entscheidenden und zugleich wichtigsten Erkenntnisse beim Aufbau und bei der Optimierung einer Website ist die Antwort auf die Frage: Was passiert eigentlich auf meiner Seite?

Dabei reicht es keineswegs nur zu wissen, wie viele User an Tag X die eigene Website besucht haben.

Die Informationen die für tiefgreifende Optimierungsprozesse benötigt werden sind vielschichtiger:

  • Woher kommen meine User? Wo erfolgt die Akquisition?
  • Wie lange bleiben User durchschnittlich?
  • Auf welcher Seite erfolgt der Absprung?
  • Welche Seite gefällt besonders, welche nicht? 

Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen solltest du kennen, wenn du gezielte Maßnahmen zur Optimierung einleiten und deine Kundenakquise verbessern möchtest.

Bleibt nur die Frage: Wer liefert diese Daten?

Webseiten-Analyse Software!

Mit einigen Vertretern wirst du vielleicht früher oder später bereits in Berührung gekommen sein, einige sind eher unbekannt.

In diesem Beitrag wirst du die fünf besten und populärsten Vertreter unter Webanalyse-Software kennenlernen.

#1: Google Analytics – Webseiten-Analyse

Google Analytics – der Platzhirsch und den Tracking-Tools.

Es wird nur wenige Webseiten im Netz geben, die nicht auf Googles Analyselösung zurückgreifen bzw. in der Vergangenheit zurückgegriffen haben.

Kein Wunder, denn Google Analytics ist kostenlos und bietet dabei einen gigantischen Funktionsumfang. Gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen mit geringem Budget also eine sinnvolle Lösung.

Zu den wichtigsten Funktionen von Google Analytics gehören:

  1. Besucher zählen: Rudimentär und zugleich doch unglaublich wichtig. Google Analytics zählt jeden Besucher deiner Website. Dadurch lassen sich langfristige Trends und saisonale Spitzen perfekt ablesen und perfekt für das eigene Unternehme nutzen.  
  2. Quantitatives Verhalten: Hier wird aufgeschlüsselt, wie sich ein Nutzer Verhalten hat. Und zwar in Zahlen ausgedrückt. Wie viele Unterseiten wurden wie lange Besucht.
  3. Qualitatives Verhalten: In Diagrammen wird der Nutzerfluss dargestellt.
  4. Besucherdetails: Woher kommt der Nutzer, welche Sprache spricht er, wie und wo erfolgte die Akquise? Diese Fragen beantwortet Google Analytics spielend leicht.
  5. Keywords: Google Analytics zeigt auf einen Blick, über welche Keywords der Google-Suche User schlussendlich auf deine Seite gelangt sind. Diese Erkenntnis bietet enormes Optimierungspotenzial.

Selbstverständlich existieren zahlreiche weitere Features, die Google Analytics zu einem Mut-have-Tool für Unternehmen machen.

Einziger Wehrmutstropfen: Datenschutz.

Google Analytics ist, nicht zuletzt seit Inkrafttreten der DSGVO, immer wieder in der Kritik und Datenschützern ein Dorn im Auge.

Wer sich also dafür entscheidet, Google Analytics auf seiner Website zu installieren sollte unbedingt darauf achten, dass alle aktuellen Anforderungen an den Datenschutz umgesetzt wurden.

Übrigens: In Zusammenarbeit mit dem Google Tag Manager lässt sich der Funktionsumfang von Google Analytics erheblich erweitern. Kostenlos versteht sich. So kannst du beispielsweise die Häufigkeit von Klicks auf einen Button, die Scrolltiefe auf einer Seite und vieles mehr messen lassen.   

#2: Matomo – Webseiten-Analyse

Ähnlich wie auch Google Analytics ist Matomo ein sehr beliebtes kostenloses Tracking-Tool, das eine große Bandbreite an Daten liefert. Ehemals bekannt unter dem Namen „Piwik“.

Für die Verwendung von Matomo spricht vor allem der Datenschutz. Das Tool wird nämlich auf dem eigenen Server gespeichert. Folglich werden keine Daten an Dritte übertragen, was Matomo zu einem datenschutzkonformen Tool macht.

Der Funktionsumfang hingegen ist deutlich abgespeckt. Zugegeben für private Anwender und kleinere Unternehmen immer noch ausreichend. Spätestens jedoch, wenn Werbeanzeigen geschaltet oder komplexe Funnels auf einer Webseite umgesetzt werden nicht mehr genügend.

Allein die Nutzerzahlen sprechen Bände: Während Google Analytics auf 55,7 Prozent aller Webseiten installiert ist, greifen lediglich 1,2 Prozent auf Matomo zurück.

Hier muss jeder Anwender für sich selbst abwägen, in welchen Bereichen er seine Prioritäten setzt. Datenschutz oder Funktionsumfang. Eine kleine Hilfestellung bei der Überlegung bietet dieser Vergleich Google Analytics vs. Matomo.

#3: Adobe Analytics – Webseiten-Analyse

Adobe Analytics bietet einen gigantischen Funktionsumfang, der sogar Google Analytics beinahe blass aussehen lässt.

Neben der eigentlichen Webanalyse, die auch Google Analytics und Matomo bieten, liefert Adobe Analytics auch Social Analytics, Kampagnen Management, sowie eine Werbeausgaben Optimierung.

Adobe Analytics ist also ein Tool für Profis!

Trotz gigantischem Funktionsumfang erscheint das Tool aufgeräumt und übersichtlich.

Hier gilt: Qualität hat ihren Preis…

Adobe Analytics ist Bestanteil der Adobe Marketing Cloud und nicht kostenlos verfügbar. Die Pakete „Selcet“, „Prime“ und „Ultimate“ bieten einen unterschiedlichen Funktionsumfang, der sich perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Welche monatlichen Kosten jedoch auf Anwender zukommen ist unbekannt. Eine Preismitteilung erfolgt nur auf Anfrage und in Abhängigkeit von den persönlichen Bedürfnissen.  

#4: eTracker Analytics – Webseiten-Analyse

eTracker Analytics ist die deutsche Alternative zu den bereits dargestellten Tracking-Tools. Dem Hamburger Unternehmen ist es mit seinem Tool gelungen, die am häufigsten eingesetzte kostenpflichtige Tracking-Lösung zu schaffen.

Nicht ohne Grund…

eTracker Analytics bietet zahlreiche Vorteile wie Live-Tracking, Klickpfad-Analyse oder detaillierte Nutzerstatistiken.

Auch in Sachen Datenschutz kann eTracker Analytics punkten.

Durch Erweiterungen wie eine UX-Analyse oder App Analyse lässt sich der Funktionsumfang perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Auch das Maustracking sucht man in anderen Tools vergeblich.

eTracker Analytics hat jedoch seinen Preis. Die Basisversion mit abgespecktem Funktionsumfang gibt es zwar bereits ab 19 Euro pro Monat, wer jedoch den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Preis ist jedoch nur auf Anfrage zu ermitteln.

Inwieweit eTracker Analytics im Vergleich zu kostenlosen Alternativen wie Google Analytics oder Matomo lohnenswert erscheint hängt also neben den persönlichen Anforderungen auch vom Budget ab.

#5: Hotjar – Webseiten-Analyse

Hotjar ist das etwas andere Tracking-Tool im Bunde. Hier steht vor allem das Besucherverhalten im Mittelpunkt.

Das Tool hat es sich zur primären Aufgabe gemacht, dem Webseiten-Betreiber ein konkretes Feedback über das Verhalten der Besucher auf einer Website zu übermitteln. Hierzu werden beispielsweise Mausbewegungen oder Scrollaktivitäten in einer Headmap dargestellt oder Funnels in übersichtlichen Grafiken gezeigt.

Die Erkenntnisse, die Hotjar liefert sind also unglaublich wertvoll, um Design und Aufbau einer Website zu optimieren und dadurch die Conversion-Rate erheblich zu steigern.

Insbesondere die Headmaps liefern sensationelle Daten.

Hier lautet die Frage also keineswegs: Hotjar oder anderes Tracking-Tool? Vielmehr kann Hotjar als perfekte Ergänzung zu Google Analytics und Co. verstanden werden.

Auch in Sachen Datenschutz hat das Unternehmen große Schritte unternommen und bietet eine DSGVO konforme Lösung an.

Hotjar kommt mit einer kostenlosen und kostenpflichtigen Alternative, wobei die kostenlose Version (bis zu 2.000 Page Views pro Tag) wirklich nur für Webseiten mit sehr wenig Traffic geeignet ist.    

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