Was Besucher von deiner Webseite in 2020 erwarten

Unglaubliche 196 Minuten verbrachte der Durschschnittsdeutsche im Jahr 2018 online. Das Internet hat sich also unumstritten als fester Bestandteil des täglichen Lebens etabliert.

Aus dieser Entwicklung resultiert jedoch auch, dass die Erfahrung und der Umgang mit dem Internet eines jeden Nutzer Tag für Tag besser wird. Im Umkehrschluss sind Internetnutzer heute also deutlich schneller in der Lage, eine seriöse Website von einer unseriösen zu unterscheiden und erkennen sofort, wohinter Qualität steckt und wo nicht.

Insbesondere 5 Qualitätskriterien einer Website habe sich etabliert. Qualität, die auch deine Besucher als Standard voraussetzen, um dir nicht nach nur wenigen Sekunden den Rücken zu kehren:

  1. Inhalt und Mehrwert
  2. Gestaltung und Optik
  3. Usability
  4. Performance
  5. Sicherheit

Diese Aufzählung scheint nicht völlig aus der Luft gegriffen und eigentlich logisch, oder?

Dennoch sind bei vielen Webseiten, gerade im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen, erhebliche Optimierungspotenziale zu erkenne. Grund genug den heute geforderten Qualitätskriterien einer Website einen ausführlichen Beitrag zu widmen…

#1: Inhalt und Mehrwert für Besucher

Gerade hier ist des Optimierungspotenzial gigantisch. Unglaublich viele Webseiten lassen sich nämlich durch schlechten Content zahlreiche Kunden „durch die Lappen gehen“.

Aber eines nach dem Anderen…

Nutzer die deine Website besuchen erwarten etwas von diesem Besuch. Sie erwarten die Informationen zu finden, die sie suchen. Am besten Unterhaltsam vorgetragen und untermalt mit ansprechenden Medien.

Was passiert, wenn Sie diese Information nicht finden?

Ganz einfach: Es folgt der Klick auf den „Zurück-Button“ und die Auswahl des nächsten Ergebnisses in der Google Suche.

Dank der Fülle an Informationen die aufgrund deiner zahlreichen Wettbewerber existieren ist der Internetnutzer auf dich längst nicht mehr angewiesen. Schlimmer noch: Du bist ihm egal!

Du bist also in der Pflicht!

Deine Aufgabe ist es, den Besucher durch hochwertige Inhalte mit echtem Mehrwert zu begeistern. So zu begeistern, dass er deine Website nicht schon nach wenigen Sekunden wieder verlässt und im Optimalfall sogar mit deinem Unternehmen interagiert.

Nur wenn es deinen Inhalten gelingt, deine Besucher zufriedenzustellen, kannst du von einer Website Erfolge erwarten.

Nicht ohne Grund ist der Slogan „Content is King“ an sprichwörtlich jeder Straßenecke im Netz zu finden…  

Nun zur guten Nachricht: Guten Content zu erstellen ist keine Raketenwissenschaft und schon gar keine Frage finanzieller Möglichkeit. Das kleine Unternehmen hat keine Nachteile gegenüber dem globalen Milliardenkonzern, wenn es um die Erstellung hochwertige Inhalte geht. Es erfordert jedoch Einsatz, Kreativität und vor allem Zeit. Die Ergebnisse, dich sich jedoch aus einer durchdachten Content Strategie ziehen lassen, sind gigantisch!

#2: Gestaltung und Optik

Untersuchungen belegen, dass einem Webseitenbetreiber durchschnittlich nur 3 Sekunden zur Verfügung stehen, um einen Kunden von seinem Angebot zu überzeugen.

In diesen 3 Sekunden wird er wahrscheinlich kaum den Inhalt einer Website erfassen (vielleicht die Hauptüberschrift), auf jeden Fall jedoch das Design und die Gestaltung einer Seite.

Auch die Optik einer Website ist also ein wichtiges Qualitätsmerkmal, dem du unbedingt Beachtung schenken solltest.

Nun werden viele Leser an dieser Stelle zurecht anbringen: Geschmäcker sind verschieden und Schönheit im Auge des Betrachters…

Stimmt!

Dennoch existieren gewisse Regeln in Sachen Webdesign. Die wichtigsten Punkte sind unter anderem:

  1. Clean und simpel: Verwende eine gut lesbare Schrift und einfach Farben. Zu bunt sollte eine Website nicht sein. Die Empfehlung des Handbook of Computer-Human-Interaktion sieht maximal 5 Farben vor.
  2. Grafiken: Verwende Grafiken niemals um der Grafik willen. Nur dann, wenn dem Nutzer ein Mehrwert geboten wird, sollte auch eine Grafik eingebaut werden.
  3. Einheitlichkeit: Eine Website sollte in einem einheitlichen Konzept aufgebaut sein. Verwende auf jeder Unterseite die gleiche Schriftart in den gleichen Größen, die gleichen Farben, etc.

#3: Usability 

Selbstverständlich steht auch die Usability, also die Bedienbarkeit einer Website, im Mittelpunkt des Besucherinteresses.

Dabei sind vor allem zwei Bereich entscheidend…

1. Die Navigation

Das Zeit im Internet eine kostbares Gut zu sein scheint hat die Untersuchung im letzten Abschnitt schon gezeigt.

Nutzer haben also wenig Zeit und werden schnell ungeduldig. Beides solltest du beim Aufbau einer Menüstruktur unbedingt berücksichtigen:

  • Die Hauptnavigation sollte simpel und einfach sein.
  • Impressum, Datenschutz, etc. können im Footer-Menü eingebaut werden.
  • Eine Suchfunktion ermöglicht dem Nutzer noch schneller zur gewünschten Information zu gelangen.

2. Responsive Design

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt, insbesondere Seite Google mehr Wert auf die Mobile Version einer Website legt als auf die Desktop Version: Deine Website muss responsive sein! Heißt: Sie muss mit jedem Gerät perfekt funktionieren. Egal, on Laptop, iPad, iPhone oder 27 Zoll Display.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Website ist es also, dem Nutzer auf jedem Endgerät ein perfektes Surferlebnis bieten zu können.

#4: Performance

In Sachen Geschwindigkeit sind Internetnutzer heute verwöhnt. Insbesondere die junge Generation erwartet, dass nach einem Klick binnen weniger Millisekunden etwas passiert.

Dementsprechend sind auch die Anforderungen an deine Website entsprechend hoch. Der sogenannte Pagespeed ist ein wichtiger Qualitätsfaktor, den du niemals außer Acht lassen solltest.

Eine aktuelle Studie der Plattform Pingdom untermauert diese These: So betrug die durchschnittliche Ladezeit im Jahr 2018 wenige 3,21 Sekunden. In diesem Bereich liegt die Absprungrate der Nutzer bei circa 10 Prozent. Bei einer Ladezeit von 6 Sekunden steigt die Absprungrate auf unglaubliche 50 Prozent an, bei 10 Sekunden liegt diese bei 65 Prozent.

Diese Zahlen belegen erneut, was schon mehrfach in diesem Beitrag angesprochen wurde: Internetnutzer haben keine Zeit – oder sind nicht bereit, sich Zeit zu nehmen. Dementsprechend solltest du unbedingt reagieren und die Ladedauer so gering wie möglich halten.  

Zusätzlich anzusprechen ist unter diesem Punkt die einwandfreie technische Umsetzung einer Website…

Mindestens genauso ärgerlich, wie ein lange Ladedauer, können nämlich defekte Links oder nicht funktionierende Weiterleitungen sein. Auch dies gilt es in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.  

#5: Sicherheit

Spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO und der medialen Aufbereitung des Themas „Datenschutz“ werden auch höchste Ansprüche an eine Website in diesem Zusammenhang gestellt.

Ohne gültiges SSL-Zertifikat geht heut praktisch nichts mehr!

Insbesondere wenn es darum geht, persönliche Daten via Kontaktformular oder gar Bankdaten beim Online-Einkauf weiterzugeben sind Kunden heute nicht mehr bereit, dies ohne SSL-Verschlüsselung zu tun.

Wie abschreckend es für Besucher sein kann, wenn Firefox, Chrome und Co. neben dem Adressfeld des Passus „nicht sicher“ anzeigen, kannst du dir wahrscheinlich selbst ausmalen…

Also: Kunden haben den Anspruch, dass mit ihren persönlichen Daten sensibel umgegangen wird und diese auf einer Website sicher übertragen werden. Als seriöser Betreiber einer Website solltest du beiden Anforderungen zwingend gerecht werden.

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